Der
Fragebogen KomminO (Version 3.0) besteht aus 26 Items (Fragen), die
verschiedene Aspekte der Kommunikation mit dem Vorgesetzten,
den
Kollegen und - bei Führungskräften - den
unterstellten
Mitarbeitern erheben. Er wird im Rahmen von (vollständigen
oder
repräsentativen) Mitarbeiterbefragungen eingesetzt.
Folgende
Kommunikationsaspekte werden durch KomminO überprüft:
|
1. Bedeutung der Kommunikation
| Wie
wichtig ist Kommunikation mit bestimmten Personengruppen nach Meinung
der Befragten zur Erledigung der eigenen Arbeit? Eine geringe
wahrgenommene Bedeutung kann daraus resultieren, daß im
Rahmen der
Tätigkeit der Kommunikation tatsächlich lediglich
eine untergeordnete
Rolle zukommt, sie kann allerdings auch aus einem schwach
ausgeprägten
kommunikativen Problembewußtsein resultieren.
| | 2.
Kommunikationsqualität |
Wie
wird die Qualität der Kommunikation mit anderen
Personengruppen
beurteilt? Diese Skala beinhaltet, wie genau und eindeutig erhaltene
Informationen vom Befragten eingeschätzt werden, wie leicht er
bei
Bedarf Informationen bei anderen Personen einholen kann, ob er
ausreichend informiert wird oder ob ihm manchmal benötigte
Informationen fehlen sowie seine allgemeine Zufriedenheit mit der
Kommunikation mit anderen. |
| 3. Verwertbarkeit der
Informationsmenge |
Sind
die erhaltenen Informationen vom Umfang her noch gut verwertbar oder
strömen mehr Informationen auf den Befragten ein, als dieser
sinnvoll
verarbeiten kann? Eine geringe Verwertbarkeit zeigt an, daß
der
Befragte sich mit Informationen überlastet fühlt bzw.
er zu viele aus
seiner Sicht unwichtigen Informationen erhält. |
| 4. Vertrauen in den
Kommunikationspartner |
Vertraut
der Befragte darauf, daß andere Personengruppen
sorgfältig mit
Informationen, die sie von ihm erhalten, umgehen, oder steht aus seiner
Sicht zu befürchten, daß Kommunikationspartner seine
Informationen
eventuell auch zu seinen Ungunsten verwenden? Diese Skala bedeutet
nicht unbedingt, daß Informationen tatsächlich von
anderen nachteilig
verwendet werden sondern inwieweit dies nach subjektiver
Einschätzung
des Befragten der Fall sein könnte. |
| 5. Feedback
| Erhält
der Befragte von den unterschiedlichen Personengruppen gute und
ausreichende Rückmeldungen auf sein eigenes Arbeitsverhalten
in der
Organisation? Rückmeldungen sind eine wichtige Voraussetzung
dafür, das
eigene Verhalten den Organisationsnotwendigkeiten anpassen zu
können;
richtig formuliert können sie ferner zu guten bzw. besseren
Leistungen
motivieren. | |
6. Informationsweitergabe - Umfang
| Werden
Informationen vom Befragten an andere üblicherweise umfassend
und mit
Einzelheiten oder nur in komprimierter oder verkürzter Form
weitergeben? Häufig ist es notwendig, knapp zu kommunizieren,
ein
geringer Umfang kann allerdings auch ein Indiz dafür sein,
daß im
Arbeitsumfeld keine ausreichenden Kommunikationsgelegenheiten oder
-kanäle zur Verfügung stehen. |
| 7. Informationsweitergabe -
Kanaloffenheit |
Können
eigene Informationen, die andere benötigen, an diese leicht
und
rechtzeitig weitergeben werden oder gibt es dabei Hindernisse? Bei
einer schwachen Kanaloffenheit - beispielsweise weil andere Personen
schlecht erreichbar sind oder keine geeigneten Kommunikationsmedien zur
Verfügung stehen - besteht die Gefahr, daß andere
über wichtige
Ereignisse nicht oder nicht rechtzeitig informiert sind. |

Alle diese
Kommunikationsaspekte werden sowohl hinsichtlich der Kommunikation mit
Vorgesetzten, mit Kollegen und (bei Führungskräften)
mit unterstellten Mitarbeitern erhoben. Die drei zentralen
Strukturdimensionen, innerhalb derer Kommunikation stattfindet,
können dadurch gleichzeitig berücksichtigt werden.
Es
entsteht so ein Gesamtbild der organisationsinternen Kommunikation
wobei unterschiedliche Organisationseinheiten und
Kommunikationsrichtungen hinsichtlich ihrer wesentlichen
Kommunikationsqualitäten differenziert abgebildet werden. Auf
die
Wahrung der Anonymitätsbedürfnisse aller beteiligten
Personen
wird dabei größter Wert gelegt.
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